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Die Eberbacher Douglasie ist Champion im Odenwald


(Fotos: StVE)

(cr) (stve) Im Eberbacher Stadtwald im Grazert oberhalb Eberbach-Nord steht eine Gruppe von Douglasien, die schon seit Jahrzehnten durch ihre außerordentliche Wuchshöhe aufgefallen sind. Ein Baum aus dieser Gruppe galt elf Jahre lang sogar offiziell als der “höchste Baum Deutschlands”, bis im Jahr 2008 im Freiburger Wald eine noch größere Douglasie ermittelt wurde. Um zu sehen, wie sich die Douglasie in Eberbach weiterentwickelt, wurde der Baum im Dezember 2018 auf Initiative der Stadt und des Kreisforstamts erneut amtlich vermessen.

Am Vormittag des 14. Dezember traf ein Team aus dem Vermessungsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit jahrzehntelangem Know How und präzisen Messgeräten an Eberbachs höchstem Baum ein und nahm ihn noch einmal ins Visier. Thomas Mayer, der bereits die letzte amtliche Höhenmessung der Douglasie im Dezember 2005 durchgeführt hatte (damals mit einer Höhe von 62,45 Metern), war gemeinsam mit Forstrevierleiter Hubert Richter gespannt, wie viel der Baum in den 13 Jahren zulegen konnte. Am Tachymeter - einem Vermessungsgerät, das über Entfernung und Winkel die Höhe eines anvisierten Punktes ermittelt - konnten Mayer und Richter die Strecke vom Stammfuß bis zur Baumspitze schließlich mit 64,77 Metern ablesen.

Ein Höhenzuwachs von rund 2,30 Metern in 13 Jahren sei laut Forstmann Richter durchaus plausibel für Douglasien in diesem Alter. Die Douglasiengruppe in Eberbach-Nord ist rund 120 Jahre alt. Es handelt sich um eine Nadelbaumart, die äußerlich der Fichte ähnelt und vor den Eiszeiten im heutigen Mitteleuropa beheimatet war. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als fremdländische Baumart aus dem Nordwesten Amerikas erneut bei uns angepflanzt - zunächst in kleinen Versuchsanbauten, um ihre Eignung als Waldbaum zu testen. Die hohen Douglasien in der gut mit Wasser versorgten Klinge oberhalb des Quellenwegs waren ein solcher Versuchsanbau um 1900 durch den damaligen großherzoglich badischen Oberförster Emil von Stetten.

Die Freiburger Konkurrentin der Eberbacher Douglasie wurde Medienberichten zufolge im Jahr 2017 neu vermessen, mit dem Ergebnis 66,58 Meter. Sie wäre demnach also nach wie vor ein gutes Stück höher als der Baum in Eberbach. Auch wenn der “höchste Baum Deutschlands” hier zumindest vorerst Geschichte ist, reklamieren die Eberbacher immerhin den Titel “Höchster Baum im Odenwald” für ihre Douglasie. So wird es auch auf der neuen Infotafel des Naturparks Neckartal-Odenwald stehen, die demnächst neben dem Baum im Grazert angebracht werden soll.

09.01.19

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