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Musik in feinfühliger und ausgewogener Harmonie


(Fotos: privat)

(bro) (usp) Am Mittwoch, 6. September, fand das letzte Konzert der vom Förderverein Klosterkirche Hirschhorn veranstalteten Konzertreihe Ausklang statt, die sich nun seit 2011 regen Zuspruchs und zunehmender Beliebtheit erfreut.

Der Erfolg der Reihe gründet sich nicht nur auf die Qualität und Verschiedenheit der Interpreten und Beiträge, sondern auch auf den Verzicht eines Eintritts, so dass jedem Besucher ein freiwilliger Beitrag als Ausgangsspende überlassen ist, der zwischen den Künstlern und dem Förderverein (zugunsten der Klosterkirche) geteilt wird. Während das erste Konzert im ökumenischen Gedanken in der evangelischen Kirche Hirschhorn stattfindet, gibt es das letzte Konzert in einer der Neckarsteinacher Kirchen. Diesmal fand es in der katholischen Herz-Jesu-Kirche statt. Die Verbindung ergibt sich nicht nur durch die Pfarrgemeinschaft , sondern auch aus der geschichtlichen Tradition - wurde die neu entstandenen katholische Pfarrei Neckarsteinach im 18. Jahrhundert von den Hirschhorner Karmeliten betreut.

Das Konzert wurde gestaltet von der Neckarsteinacher Organistin Gudrun Habig-Kühn zusammen mit der Sopranistin Anne-Kathrin Pfahl und der Mezzosopranistin Irmtrud Menz, die in feinfühliger ausgewogener Harmonie das Programm eindrucksvoll interpretierten. Gedankliche Impulse - der Abend stand unter dem Motto des Psalms 121 - gab Wolfram Kühn. Mit hohem literarischen Sachverstand sowie tiefem Glauben erarbeitete er verschiedene Aspekte des Psalms, die dann Bezug nahmen auf die jeweils folgenden Musikstücke. In die bereits bei Konzertbeginn eingesetzte Abendstimmung erklang das Intermezzo aus der Oper „Cavalleria Rusticana“ von Pietro Mascagni (1863-1945). In ausgewogener romantischer Registrierung brachte Gudrun Kühn die Oberlinger-Orgel der Kirche zur Geltung. Mit der als Duett arrangierten italienische Canzone aus dem 15. Jahrhundert „Alta trinita beata“ konnten die beiden Sängerinnen gleich bei ihrem ersten Stück das Publikum verzücken. Im Wechsel zu den Lesungen-Impulsen folgten nun romantische Orgelsoli und Duette, eines schöner als das andere. So war die bekannteste Vertonung des Psalms zu hören - „Hebe deine Augen auf“ - aus Mendelssohn-Bartholdys (1809-1847) Oratorium „Elias“. Der Psalm 121 war ursprünglich ein Wallfahrtslied für die jüdischen Pilger, die nach allen Entbehrungen während ihrer Wallfahrt die Augen zum heiligen Jerusalem aufhoben, so wie ja auch das Leben eine Wallfahrt sei, an dessen Ende das himmlische Jerusalem stünde. Eine Improvisation über den Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) schlug die musikalische Brücke zu den im Psalm 121 ständig vorkommenden Worten „behüten - Hüter“. Nach W. Kühn genüge es nicht, zu begreifen , dass der Mensch einen Hüter brauche, sondern die innere Entscheidung, Vertrauen zu wagen, sei gleich wichtig. Zwei gesungene Grüße an die Eucharistiefeier als Symbol für die göttliche Obhut folgten in den Duetten „O Salutaris Hostia“ aus den fünf Duetten mit Orgel von Charles Gounod (1818-93) sowie einer Bearbeitung des „Panis Angelicus“ von Cesar Franck, einfühlsam begleitet am Piano. Das folgende Spititual „I’ve got a feeling“ sollte Bezug nehmen zu dem Blick über die Berge nach oben und dem Gefühl, dass von dort Hilfe komme. Auf Situationen, die ausweglos erscheinen und in denen nur Beten hilft, gibt der Psalm 121 tröstende Antworten. Diese Stimmung nahm die instrumentale Orgelfassung der Arie „O Du mein holder Abendstern“ aus Wagners (1818-83) Oper „Tannhäuser“ auf mit seinem düster beginnenden Rezitativ „wie Todesahnung, Dämm’rung deckt die Lande“. Der Abendsegen aus Humperdincks (1854-1921) Oper „Hänsel und Gretel“ , einfühlsam vorgetragen, gab dann zuletzt dem musikalisch und inhaltlich berührenden Ausklang eine tröstliche und liebliche Schlussstimmung.

11.09.17

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